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REBSORTENBESCHREIBUNG UNSERER ANGEBAUTEN WEINE
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Der Müller-Thurgau oder Rivaner:
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Er gehört zu den Stillen im Lande, die nicht viel Aufhebens von ihren Qualitäten machen. Ein grundsolider Typ eben, mit Eltern, die sich sehen lassen können (Riesling und Madeleine royale, eine Tafeltraubesorte) und einem ebensolchen Züchter-Vater und Namensgeber (Professor Müller aus dem Thurgau in der Schweiz). In Rheinhessen nach dem Riesling die zweithäufigste Sorte, deren trocken-moderne Variante unter dem Namen Rivaner gerade eine Renaissance erlebt. Kein Wunder, denn der Müller-Thurgau respektive Rivaner kann mit zarten Muskat- und Walnusstönen betören und passt mit seiner milden Säure bestens zu leichten Speisen wie Fisch. Als frühreifes Früchtchen sollte er aber von seinen Verehrern (oder Verehrerinnen) jung getrunken werden. |
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Der Riesling: |
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Ein Herzensbrecher mit fruchtigem Zitrusaroma, Rasse und markanter Säure – und außerdem ein Tausendsassa, der häufig ran muss, wenn aus Wein Sekt werden soll und der sich zudem bestens für Eisweine und Auslesen eignet. In Rheinhessen präsentiert sich der Riesling – was die Säure angeht – meist zurückhaltend. Aber ein »König der Weißweine« muss nun wahrlich nicht protzen: Er hat Rheinhessen in den letzten Jahren im Sturm erobert. Seit 1995 regiert die kostbarste deutsche Weißweinsorte in der Rebflächen-Statistik und beschert den Weinliebhabern fürstliche Geschmackserlebnisse und Rheinhessen jede Menge Auszeichnungen. |
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Der Silvaner: |
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Der Mann aus dem Osten gab noch vor einigen Jahrzehnten den Ton an im multikulturellen Rebengarten Rheinhessens. Das hat sich geändert, doch allseits beliebt ist der süffige Silvaner noch immer. Auf jeden Fall wird kaum mehr ein Wort über seine ungewöhnliche Herkunft verloren. Dabei soll die Wildrebe aus Kaukasien stammen, manche munkeln sogar etwas von einer Herkunft aus Transylvanien (dort, wo angeblich auch die Vampire zu Hause sind!). Aber keine Angst: Wer bei dem zurückhaltend-neutralen Typ mit seiner milden Säure anbeißt, muss es nicht bereuen – und wird bei vielen leichten Speisen begeistert mit der Zunge schnalzen. Die herzhaften Varianten des Silvaners schmecken zu kräftiger, regionaler Küche. Die modernen feinfruchtigen und unkomplizierten Silvanertypen sind wunderbare Fischbegleiter und passen hervorragend zu Spargelgerichten. |
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Der Gewürztraminer: |
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Ein alter und weitgereister Fahrensmann, wie könnte er prahlen mit seinen Erfolgen und Kontakten: Wer kann schon Plinius als Kronzeugen benennen oder die Kurfürsten der Pfalz? Soviel Tradition verpflichtet: Und deshalb zeigt der Gewürztraminer mit seiner kraftvollen Würze und seinem Bukettreichtum nicht nur als edelsüßer Aperitif oder Dessertwein Charakter, sondern macht, trocken ausgebaut, auch manchen Braten zum Geschmackserlebnis. Auf den Beifall der Massen hat er nie Wert gelegt 140ha der Rheinhessischen Rebfläche sind für einen solchen Vertreter von altem Adel genug, eben einfach »standesgemäß« Das aromatische Bukett, ergänzt durch einen herb-würzigen Fruchtgeschmack, macht den Gewürztraminer zu einer Sorte für Liebhaber aromatischer Weine. Er passt trocken bis halbtrocken ausgebaut zu Wildpasteten, Geflügel mit aromatischen Saucen, Schnecken und würzig-aromatischen Ragouts. Gut gereift und edelsüß wird er als Aperitif geschätzt. Süße Spätlesen und edelsüße Auslesen gefallen sehr gut zu aromatischen und unter Verwendung von Marzipan, Schokolade oder Bränden zubereiteten Desserts. |
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Weißer Burgunder: |
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Noch so ein bescheidener »Hans-Dampf-in-allen-Gassen« im rheinhessischen Reben-Revier, der zu fast allen Gerichten (bevorzugt Fisch und weißem Fleisch) eine gute Figur macht und nebenbei noch bestens als Sekt-Grundwein taugt. Aber als Stammvater einer klassischen Weinfamilie hat man natürlich viele gute Verbindungen und als »pinot blanc« auch international einen vorzüglichen Ruf. Einziger Wermutstropfen für rheinhessische Weißburgunder-Freunde: Mit 730ha der Rebfläche ist der Weißburgunder-Anteil zwischen Mainz, Bingen und Worms nicht allzu hoch. Doch der Weißburgunder ist im Kommen, und die Qualität besticht: Die rheinhessischen Gewächse schneiden bei Wettbewerben hervorragend ab. Eine angenehm erfrischende Säure zeichnet ihn als vielseitig verwendbaren Menüwein aus. Er ist damit gut geeignet zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel, oder einfach als gut gekühlter Terrassenwein. Extraktreichere Varianten und Barriqueweine passen auch zu Lamm oder zarten Gerichten vom Jungwild. |
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Grauer Burgunder oder Ruländer:
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Dem Namen nach ein Pfälzer Bub, ansonsten einer aus der glorreichen Familie der Burgunder und – leider – eine gespaltene Persönlichkeit. 1711 fand der Apotheker Johann Seeger Ruland die verwilderte Sorte, doch daran erinnern heute nur noch die lieblich ausgebauten »Pinot gris«-Weine. Sie heißen Ruländer, die trocken ausgebaute Variante kommt unter Grauburgunder daher. Wer aus so schwierigen Verhältnissen stammt, muss Charakter entwickeln: Das gilt für die gehaltvollen, edelsüßen Typen, die als Aperitif oder Dessertwein eine exzellente Figur machen, ebenso wie für die trocken-eleganten Spielarten, die beispielsweise zum Braten passen. So ist er, der Grauburgunder: Ein Verwandlungskünstler mit milder Säure und einer kleinen, aber treuen Fan-Gemeinde in Rheinhessen.
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Der Portugieser:
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Mit einem süffig-leichten Lebemann wie ihm machen die rheinhessischen Weinfeste erst richtig Spaß: Man bestelle einen Portugieser Weißherbst und genieße! Seinen festen Platz unter den roten Sorten mit fast 1800ha hat sich der Portugieser, der 1860nach Rheinhessen kam, vor allem deshalb gesichert, weil besonders junge Leute seine unkomplizierte Art (neutraler Geschmack, milde Säure, wenig Bukett) lieben. Doch man sollte den Zuwanderer aus dem Osten, der mit Portugal gar nichts zu tun hat, nicht unterschätzen. Denn es gibt immer wieder gehaltvolle Portugieser Rotweine, die mit leichtem Burgunder-Ton beispielsweise ein Wildgericht veredeln. Der Portugieser kann bei vielen Gerichten ein dezenter Essensbegleiter sein, zudem hat gerade der Weißherbst als Sommerwein viele Freunde. |
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Dornfelder:
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Wenn das keine Erfolgs-Geschichte ist: Da kommt ein südländischer Beau Jahrgang 1956 von tiefroter Gesichts-Farbe daher und schon liegt ihm die Weinwelt zu Füßen. So geschehen seit Anfang der neunziger Jahre in Rheinhessen. Die Eltern (Helfensteiner und Heroldrebe) spielen keine Rolle auf dem Weinmarkt, dafür macht der Jüngling, eigentlich als Deckrotwein gedacht, plötzlich eigenständig Karriere; präsentiert sich, trocken ausgebaut, als samtiger, gehaltvoller, und markanter Rotwein, der bestens zu Braten und aromatischem Käse passt; schmückt sich, wenn es sein muss, mit Barrique-Tönen. Fast 3500ha der Rebfläche sind inzwischen mit Dornfelder bestockt und ist somit die meist angebaute rote Rebsorte in Rheinhessen. Bleibt nur zu hoffen, dass dem jugendlichen Himmelsstürmer das Glück treu bleibt. Dornfelder sind, wie andere kräftige Rotweine, natürlich ideal für die kühlere Jahreszeit. Sie passen dann auch zu kräftigem Braten, Wild oder Käse. |
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Spätburgunder: |
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Das ist, verglichen mit den beiden jungen Kollegen der Rotwein-Fraktion, der Grandseigneur der rheinhessischen Rotweine, mit erstklassigen Empfehlungen, Jahrhunderten an Erfahrung und aus bestem Burgunder-Haus. Einer wie er sucht nicht den schnellen Erfolg, sondern überzeugt mit wachsender Fassreife. Dann wird der Wein weicher, die Fruchtaromen wie etwa Brombeere entfalten sich und der Barrique-Ausbau sorgt noch für zusätzliche Geschmacksfinessen. Würzige Braten oder Wildgerichte lassen sich so veredeln. Rund 1350ha Spätburgunder in Rheinhessen bedeuten Platz 3 unter den Rotweinsorten. Die Fachwelt staunt: Bei Verkostungen deutscher Rotweine liegen Rheinhessens Spätburgunder regelmäßig vorne, die seit 2003 auch als Pinot noir bezeichnet werden dürfen. Spätburgunder Rotweine sind ideal für die kühlere Jahreszeit. Man trinkt sie temperiert auf 16 bis 18 Grad. Kräftige Varianten begleiten am besten Braten oder Wild oder auch eine Käseplatte. |
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Regent: |
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Die Sorte Regent ist eine der wenigen
Neuzüchtungen, denen eine rosige Zukunft vorhergesagt wird. Denn sie
liefert feurige, beinahe südländische Weine. In Rheinhessen hat sich
die Regentrebfläche seit 1994 auf mittlerweile ca. 800 ha
ausgebreitet. |
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St. Laurent: |
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Einem Südpfälzer Winzer ist es wohl zu
verdanken, dass die wertvolle Rebsorte auch in Deutschland erhalten
blieb und nun eine Renaissance erleben darf. Der vermutlich letzte
in Deutschland noch vorhandene Rebstock wäre beinahe in den
sechziger Jahren in der Rebschule Rhodt ausgehackt worden. Nach
einigen Jahren der Erhaltungszüchtung hatten die Rebschulen wieder
Pflanzmaterial. Seitdem wächst die Saint Laurentfläche beständig, in
Rheinhessen auf etwas mehr als 300 ha. Ihren Namen erhielt die Sorte
möglicherweise durch den Kalenderheiligen St. Laurentius. Er gilt im
übrigen auch als Schutzpatron der Köche. Dessen Gedenktag fällt
zumindest mit dem Beginn der Traubenreife des Saint Laurent (10.
August) zusammen. Der Saint Laurent wurde lange Zeit als Spielart
des Spätburgunders eingeordnet, wurde jedoch später als
eigenständige Rebsorte apostrophiert. |
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Unsere Weine im Überblick
Wir haben - wie Sie aus der Rebsortenbeschreibung sehen - viele verschiedene Rot- und Weißweine. Sie können bei uns im SHOP bestellen, per Brief, E-Mail, Fax oder Telefon - oder Sie kommen persönlich bei uns vorbei und probieren.
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Unser Angebot finden Sie hier in der
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Brief- oder Faxvorlage
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